
Die Geheimnisse von Béatrice Brothier,

Polynesische Legenden der Tahiti-Perlen

Persische, indische und ägyptische Mythen über Perlen
In der persischen Mythologie glaubte man, dass Perlen nach einem Sturm entstanden, wenn der Regenbogen vom Himmel herabstieg

Polynesische Legenden der Tahiti-Perlen
Polynesien sind reich an faszinierenden Geschichten über den Ursprung der Tahiti-Perlen. Die bekannteste Legende erzählt von Oro, dem Gott der Fruchtbarkeit und des Friedens, der auf einem Regenbogen zur Erde reiste. Er brachte eine magische Auster namens Ufi mit sich und schenkte die darin entstandene schwarze Perle der Prinzessin von Bora Bora als Zeichen seiner ewigen Liebe.
Eine andere romantische Legende besagt, dass die Tahiti-Perlen die Tränen der Götter sind, die jeden Tag zur Zeit des Taues in die Austern gelegt werden. Der Mond durchflutete den Ozean mit seinen Strahlen, um die Austern an die Oberfläche zu locken und sie mit einem göttlichen Tau zu durchdringen. Aus dieser Verbindung entstanden die Perlen, deren Makel vom Donner herrühren, während ihre Vollkommenheit durch ihr Entstehen zum günstigsten Zeitpunkt geprägt ist.

Asiatische Legenden über Perlen
In Japan glaubte man früher, dass die Tränen mythischer Kreaturen wie Nymphen, Meerjungfrauen und Engel die Ursprung der Perlen waren. In China wurde angenommen, dass Perlen im Inneren des Kopfes eines Drachen entstanden und nur durch das Töten des Drachens geerntet werden konnten. Eine andere chinesische Legende erzählt, dass die Perlen aus dem Speichel der Drachen stammten, der in Form von Regentropfen auf die Erde fiel und den Perlen die Macht verlieh, ihre Träger vor Feuer und Verbrennungen zu schützen.

Persische, indische und ägyptische Mythen über Perlen
In der persischen Mythologie glaubte man, dass Perlen nach einem Sturm entstanden, wenn der Regenbogen vom Himmel herabstieg und die Erde berührte. Blitz und Donner würden die Ursache für die Unvollkommenheiten der Perle sein. In Indien glaubte man, dass Perlen aus Tautropfen entstanden, die während Vollmondnächten auf die Meeresoberfläche fielen und von Austern eingefangen wurden. Perlen wurden mit dem Mond in Verbindung gebracht und symbolisierten Liebe und Reinheit.
Der bekannteste ägyptische Mythos handelt von Kleopatra, die angeblich zwei tropfenförmige Perlen von unvergleichlicher Größe und Glanz besaß. Die Legende besagt, dass sie eine Perle in einen Becher Essig fallen ließ und trug

Griechisch-römische Legenden und islamische Tradition
In der griechisch-römischen Mythologie soll die Liebesgöttin Aphrodite aus dem Meerschaum unter einem Regen von Tropfen geboren sein, die beim Kristallisieren zu Perlen wurden. Diese Perlen legten sich auf die Wasseroberfläche, um eine riesige Auster zu schaffen, die die Göttin über das Wasser trug, ähnlich dem Meisterwerk von Botticelli, "Die Geburt der Venus". Die Perlen wurden die Tränen der Aphrodite genannt, und reiche römische Familien schenkten ihren Töchtern jedes Jahr eine oder mehrere Perlen, damit sie zu ihrer Volljährigkeit eine vollständige Halskette hatten.
Die islamische Tradition misst den Perlen eine noch größere Bedeutung bei. Der Koran erwähnt die Perlen als eine große Belohnung, die die Tore des Paradieses öffnet, und macht die Perlen zu einem Symbol der Vollkommenheit.
Die Schöpferin

Béatrice BROTHIER
wuchs mit der von ihren Eltern übermittelten Leidenschaft für Literatur und Reisen auf. Diese Multikulturalität wurde für sie im Laufe ihrer Jahre als Kind, Studentin und Frau zur Quelle einer umfassenden Kenntnis der Geschichte des Schmucks durch die Epochen und Länder sowie einer Liebe zur Ausdruckskraft der Sinnlichkeit in einem Stück Juwelierkunst.

