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Entdeckung des Berufs des Perlenzüchters Ein 4000 Jahre alter Schatz

Entdeckung des Berufs des Perlenzüchters Ein 4000 Jahre alter Schatz

05. März 2024

Schwarze Perlen von Tahiti Poemotu

Sogar die Götter des Olymps verfielen dem Charme der wertvollen Perlen. So nannten die antiken Griechen die Perlen aus Perlmutt "die Tränen der Aphrodite"?

Während fast jeder weiß, dass Perlen meistens in Austern heranwachsen, kennen nur wenige die wahren Künstler, die dieses Wunder möglich machen. Heutzutage ist es sehr selten, völlig natürliche, auch als „feine“ bekannte, Perlen zu finden; die meisten sind das Ergebnis sorgfältiger Arbeit und jahrelanger Geduld. Im 18. Jahrhundert in China erschien die Zuchtperle und mit ihr der Beruf des Perlenzüchters.

Dennoch waren es die Japaner, die der Zuchtperle ihren hohen Stellenwert verliehen haben.

Ein Geduldsspiel

Es vergehen fast 5 Jahre, von dem Zeitpunkt an, an dem der Perlenzüchter den Embryo der Perlauster heranzieht, bis die Tahiti-Zuchtperle schließlich ein Gesicht oder einen Hals verschönern kann. Zunächst wählt der Züchter eine Auster aus, in die er einen Kern einpflanzt. Dann, und das funktioniert etwa jedes zweite Mal, umgibt die Muschel zur Abwehr des Eindringlings diesen mit einer Substanz namens Aragonit, die aus Kalziumkarbonat besteht. Genau dasselbe Phänomen tritt auch in der Natur auf. Der Züchter begibt sich dann auf ein langes Geduldsspiel, währenddessen er die Austern pflegen muss, indem er sie vor Krankheiten und Fressfeinden schützt. Die Muscheln sind auch anfällig für Parasiten, gegen die der Züchter sie schützen muss. Wenn die Perle eine angemessene Größe und Form erreicht hat, wird der Züchter sie ernten und einem Händler anbieten.

Heutzutage sind über 99 % der auf dem Markt befindlichen Perlen das Ergebnis menschlicher Arbeit. Es gibt vier große Familien weltweit: Süßwasserperlen, Akoya-Perlen, Australische Perlen und die Tahiti-Perlen. Letztgenannte sind an ihrer schwarzen Farbe zu erkennen.

Es sei auch erwähnt, dass die Majorica-Perlen keine Zuchtperlen sind, sondern einfache Glasperlen, die mit mehreren Schichten Emaille überzogen sind. Dies mindert keineswegs ihren Charme.