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Tamure, ‘Ote’a und der Tanz des Vogel von den Marquesas - Traditionelle Tänze von Tahiti

Tamure, ‘Ote’a und der Tanz des Vogel von den Marquesas - Traditionelle Tänze von Tahiti

23. Juni 2025

Alles über die traditionellen Tänze Tahitis: Tamure, ‘ote’a und der Vogeltanz der Marquesas Die polynesischen Tänze sind weit mehr als nur ein Spektakel: Sie sind der lebendige Ausdruck des Ahnenwissens, der Legenden, der Natur und der tiefen Emotionen des maohi-Volks. In Tahiti wie im Archipel der Marquesas birgt jeder Schritt, jede Geste, jeder Blick eine Bedeutung, eine Geschichte. Diese Kunst der Bewegung, von Generation zu Generation weitergegeben, vibriert weiterhin in Körpern und Herzen im Rhythmus der Trommeln und des Mana. 🥁 Der Tamure: Ein rhythmischer und fröhlicher Tanz Der Begriff „Tamure“ (oder Tamouré) wird heute weltweit mit Tahiti in Verbindung gebracht. Doch seine moderne Nutzung stammt aus dem 20. Jahrhundert, als er in den 1950er Jahren durch den Musiker Louis Martin und seine mitreißenden Lieder populär wurde. In der tahitianischen Tradition ähnelt dieser Tanz dem Stil, der für Männer ‘ote’a und für Frauen ‘aparima genannt wird. ✨ Die Essenz des Tamure: Es ist ein freudiger, energiegeladener und verführerischer Tanz, der oft paarweise, aber auch in Gruppen während Aufführungen praktiziert wird. Die Frauen bewegen die Hüften schnell in einer fließenden Bewegung, genannt fa’arapu, während die Männer die Beine beugen und den Boden in einem Spiel von Kraft und Präzision schlagen. Er wird von den traditionellen Perkussionen begleitet: to’ere, pahu, faakete. 🔥 Symbolik und Überlieferung: Der Tamure ist oft ein Verführungs-, Feier- oder Liebesspiel-Tanz. Aber er ist auch ein Ort der Übermittlung von Körperbewegungen, körperlicher Ausdauer und der Verbindung zur Gruppe. Er wird bei Festen, Wettbewerben oder einfach im Hof eines Hauses im Kerzenschein getanzt. 🌺 Die ‘aparima: Der Tanz der erzählenden Hände Ein weiteres Standbein des tahitianischen Tanzes ist die ‘aparima (von apa: „Hände“, und rima: „Hände“), ein sanfter, narrativer Tanz, bei dem die Hände Alltagsszenen, Legenden, Lieben oder Gebete nachahmen. Sie wird in der Regel zu Gesängen oder langsamen Melodien getanzt. Es ist eine sehr emotionale Ausdrucksform, bei der Anmut, Blick und Sanftheit der Bewegungen entscheidend sind. Sie wird oft von Frauen getanzt, aber manchmal auch von Männern in einem anderen Stil. 🕊 Der Vogeltanz der Marquesas: Eine Hommage an die Geister und die Natur Im Archipel der Marquesas hat der Tanz eine noch heiligere Funktion. Unter den emblematischsten findet sich der Vogeltanz, genannt Haka Manu. 🌿 Ursprünge und Bedeutung: Dieser Tanz lässt sich von den majestätischen und präzisen Bewegungen der marquisischen Vögel inspirieren, die als Botschafter der Götter oder Ahnen gelten. Die Tänzer imitieren den Flug, den Angriff, die Parade oder die Gelassenheit des Vogels in einem sehr ausdrucksstarken Spiel des Oberkörpers, der Arme und des Blicks. Der Haka Manu war früher für rituelle Anlässe reserviert: Empfang der Könige, Übergangsriten, Kriegsvorbereitungen oder Opfergaben für die Götter. 💥 Ein Tanz der Stärke und Spiritualität: Die Tänzer, oft mit freiem Oberkörper und bedeckt mit heiligen marquesanischen Tätowierungen, führen den Tanz mit einer mächtigen Intensität und Verbindung zum Mana (der spirituellen Energie) aus. Dieser Tanz beeindruckt durch seine Noblesse, Präzision und Verwurzelung in Erde und Geschichte. 🎭 Wann und wo heute diese Tänze sehen? 📅 Die großen Momente: Der Heiva i Tahiti (Juli): das kulturelle Festival par excellence, bei dem die besten Tanzgruppen des Fenua stolz in Aufführungen seltener Schönheit gegeneinander antreten. Die Feierlichkeiten im Juli und die kommunalen Feierlichkeiten auf allen Inseln: die Gelegenheit, traditionelle Aufführungen zu sehen, aber auch einfache, herzliche Festlichkeiten. Die Hotels und Kulturzentren: Einige bieten Vorführungen oder Einführungen in den Tamure und die ‘aparima an. 🏝 Auch in immersiver Atmosphäre erleben: In einem familiären fare, bei einem Fest oder am Strand bei Sonnenuntergang, wo der Tanz natürlicherweise aufkommt, sobald die Percussion erklingt. 💬 Zusammenfassend sind die tahitianischen Tänze eine Sprache des Körpers und des Herzens, ein lebendiges Gedächtnis, ein geteiltes Gefühl. Ob es sich um den leidenschaftlichen Tamure, die poetische ‘aparima oder den kraftvollen marquisanischen Haka Manu handelt, jeder Bewegung erzählt eine Geschichte, webt eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Mensch und Natur. 💡 Möchten Sie diese Magie selbst spüren? Kommen Sie zu einer Feier oder zu einer traditionellen Aufführung, lassen Sie sich vom Rhythmus der Trommeln mitreißen… und wer weiß, vielleicht tanzen Sie auch bald 🌺